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CrefoInterview mit Frau Rumplecker
CrefoInterview mit Frau Rumplecker
Produktbereich Wirtschaftsinformationen
Frau Susanna Rumplecker ist seit dem 01.10.2009 Leiterin der Abteilung Wirtschaftsinformationen bei Creditreform Augsburg und kann auf eine 15-Jährige Erfahrung als Analystin im Bereich der Wirtschaftsinformationen zurückblicken.
In dieser Ausgabe des CrefoInterview gibt Frau Rumplecker der Redaktion interessante Einblicke in die tägliche Arbeit der Abteilung “Wirtschaftsinformationen“.
Crefo: Frau Rumplecker am Anfang unseres Interviews steht die Frage nach Ihrer persönlichen Creditreform Geschichte.
S. Rumplecker: Ich bin seit 1994 bei Creditreform. Jedoch nicht schon immer in Augsburg. Meine Creditreform Geschichte begann am 01.04.1994 in Dresden. Im Jahre 2000 zog es meine Familie und mich dann in den schönen Süden und seit dem 01.11.2000 bin ich nun bei Creditreform Augsburg beschäftigt. In Dresden wie auch in Augsburg lag meine Aufgabe in der Erstellung von Wirtschaftsauskünften sowie in der Analyse und Bewertung von Wirtschaftsinformationen. Seit dem 01.10.2009 bin ich nun Leiterin dieser Abteilung
und dieses tollen Teams.
Crefo: Worin bestehen die täglichen Aufgaben der Abteilung Wirtschaftsinformationen?
S. Rumplecker: Wir sehen die Hauptaufgabe darin, durch die Wirtschaftsauskünfte unsere Mitglieder vor Forderungsausfällen zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, geben meine Abteilung und ich jeden Tag unser Bestes. Nur so ist es möglich, unseren Mitgliedern wirklich qualitativ hochwertige Produkte zu liefern.
Crefo: In Ihrer Abteilung dreht sich alles um die Wirtschaftsauskunft, bitte erklären Sie uns doch wie der Ablauf bei der Erstellung einer Wirtschaftsauskunft aussieht.
S. Rumplecker: Eines vorweg, bei Creditreform gibt es keine synthetischen Auskünfte. Jede einzelne Wirtschaftsauskunft wird persönlich von einem unserer Analysten erstellt und geprüft. Creditreform Augsburg beschäftigt derzeit fünf Datenanalysten. Deren Aufgabe besteht darin, alle uns zur Verfügung stehenden Information zu einer Wirtschaftsauskunft zusammenzufassen und zu bewerten.
Crefo: Welche Informationen stehen Ihnen für die Erstellung der jeweiligen Auskünfte denn zur Verfügung?
S. Rumplecker: Alle Informationen zu nennen, würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Daher möchte ich mich auf einige wichtige Informationsquellen konzentrieren.
Zum einen möchte ich die Creditreform Bilanzdatenbank nennen. Hier stehen unseren Mitarbeitern aktuell rund vier Millionen Bilanzen von mehr als einer Million Unternehmen zur Verfügung. Über jede einzelne Bilanzen erstellt Creditreform ein eigenes Bilanzrating. Dieses steht den Analysten dann selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung.
Eine weitere Informationsquelle, auf die wir sehr stolz sind, ist das Debitorenregister Deutschland (DRD). Creditreform verfügt hiermit über einen hervorragenden
Pool an Zahlungserfahrungen im B2B-Geschäft. Basierend auf dieser Datengrundlage lässt sich beispielsweise das Zahlungsverhalten in Verbinung mit unseren Inkassomeldungen treffend analysieren.
Zu guter Letzt möchte ich auch noch die Eigenangaben der Unternehmen selbst als wichtige Quelle hervorheben. Zu den meisten Unternehmen pflegt Creditreform einen sehr guten Kontakt und es findet ein reger Austausch untereinander statt. Hierbei wird bei uns jede Eigenangabe penibel überprüft.
Crefo: Frau Rumplecker bitte erklären Sie uns doch, was es mit dem Bonitätsindex auf sich hat.
S. Rumplecker: Der Bonitätsindex ist der wichtigste Bestandteil der Creditreform Wirtschaftsauskunft und die Summe aller Auskunftsinformationen. Er ermöglicht eine schnelle und direkte Einschätzung der Bonität und somit des Ausfallrisikos einer Unternehmenszahlung. Je höher der Wert des Bonitätsindexes, desto höher ist das Ausfallrisiko eines Unternehmens. Das Bonitätsspektrum reicht von 100, einer sehr guten Bonität, bis 600 in diesem Fall liegen harte Negativmerkmale zu dem jeweiligen Unternehmen vor.
Crefo: Ist jedes Unternehmen mit seinem Bonitätsindex zufrieden?
S. Rumplecker: Leider können wir es nicht immer allen Recht machen. Im Vordergrund steht bei uns, wie bereits erwähnt, immer der Schutz unserer Mitglieder. Vereinzelt gibt es durchaus Meinungsverschiedenheiten bei denen Unternehmen ihren Bonitätsindex besser sehen als er bei uns in der Auskunft vermerkt ist.
Crefo: Was raten Sie diesen Unternehmen? Wie können diese Unternehmen ihren Bonitätsindex gegebenenfalls sogar verbessern?
S. Rumplecker: Grundsätzlich empfehle ich allen Unternehmen, den Kontakt mit uns zu suchen. Sollte uns das jeweilige Unternehmen profunde betriebswirtschaftliche Unterlagen vorlegen können, so prüfen wir diese ganz neutral. Nach dieser Prüfung unter Einbeziehung aller uns zur Verfügung stehenden Informationen sind wir selbstverständlich bereit den Bonitätsindex gegebenenfalls neu zu berechnen. Hierbei möchte ich jedoch noch anmerken, dass sowohl ein guter wie auch ein schlechter Bonitätsindex ausschließlich
auf Fakten beruht welche diesen Index bestätigen.
Crefo: Frau Rumplecker vielen Dank für dieses Gespräch.
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